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Qualität ehrenamtlicher Sterbebegleitung - Detailansicht


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Grunddaten

Titel Qualität ehrenamtlicher Sterbebegleitung Antragsdatum
Titel (englisch) Personenmonate
Laufzeit von 01.03.2003 freigegeben J
Laufzeit bis 30.06.2004 Hyperlink
Bewilligungsdatum Projektart Nationale Forschung
Kostenträgernummer Änderungsdatum 14.12.2010 15:56:01
Link http://www.kliniken-bc.de/Startseite/Fachpublikum/Vortraege%20Palliativ-%20und%20Hospiztag/3%20Wissert%20Qualit%C3%A4tssicherung%20in%20der%20Hospizarbeit.pdf

Inhalt

Beschreibung Zur Ausgangslage des Projekts (Stand 2003)
In der Bundesrepublik Deutschland haben sich — ausgehend von den stationären Hospizen — Gruppen gebildet, die ehrenamtliche ambulante Betreuungsarbeit für Sterbende leisten. Oft wird es erst durch diese Betreuung für Sterbende möglich, die letzten Monate, Wochen und Zuhause zu verbringen – und nicht in einem Krankenhaus, einem Pflegeheim oder einem stationären Hospiz.
Es gibt diese ambulanten Hospizinitiativen und -gruppen inzwischen bundesweit, sie haben in den letzten 15 Jahren einen so großen zahlenmäßigen Aufschwung durchlaufen, dass sie für in den gesundheits- und sozialpolitischen Strategien und Planungen ein wesentliches und unverzichtbares Element darstellen. Sie sind jedoch sowohl hinsichtlich ihrer materiellen und personellen Ausstattung als auch in ihrer Arbeitsweise sehr unterschiedlich. Dies hat zum Teil strukturelle Gründe, hängt aber auch von den persönlichen Arbeitsstilen der einzelnen ehrenamtlichen und hauptamtlichen MitarbeiterInnen ab.
Ferner sind die bisherigen Dokumentationsverfahren für einzelne Sterbebegleitungen der Hospizdienste sehr unterschiedlich und haben zum Teil nur einen geringen Aussagewert über die Qualität der geleisteten Arbeit.

Gesetzgebung: § 39 a SGB V
Der gesundheits- und sozialpolitische Stellenwert der ambulanten Hospizdienste zeigt sich u. a. in dem neu eingeführten und seit 1. Januar 2002 geltenden §39a SGB V: Er regelt als „bahn brechende Neuerung“ die Finanzierung der ambulanten ehrenamtlichen, psychosozialen Begleitung von Sterbenden (Finanzierung von hauptamtlichen KoordinatorInnen der ehrenamtlichen Arbeit). Ferner sind in der neuen leistungsgesetzlichen Vorschrift die Rahmenbedingungen festgelegt, die sich auf die Qualitätssicherung der ehrenamtlichen Sterbebegleitung beziehen. Um diese Anforderungen erfüllen zu können, müssen die ambulanten Hospizdienste Qualitätsmerkmale ihrer ehrenamtlich geleisteten Arbeit entwickeln und beschrieben, und sie müssen Instrumente entwickeln, mit denen sie zukünftig die Qualität dokumentieren und sichern können.


Unser Auftraggeber:
Auftraggeber für unser Forschungsvorhaben ist die „Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz“ [BAG Hospiz] – ein Dachverband auf Bundesebene, der die Arbeitsgemeinschaften der Hospizbewegung der Länderebenen repräsentiert und gewissermaßen die inhaltlichen Leitlinien der Hospizinitiativen koordiniert und bestimmt. Die BAG sieht sich u. a. dafür verantwortlich, dass die o. g. Anforderungen möglichst einheitlich und auf Länderebene miteinander abgestimmt erfüllt werden können.
Finziert wird das Projekt von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung.

Regionale Ansiedelung des Projekts
Aufgrund von bestehenden wissenschaftlichen Kontakten von M. Wissert zur Auftraggeberin [BAG Hospiz] wird das Projekt in NRW durchgeführt. Es hat allerdings Vorbildcharakter für die gesamte Bundesrepublik, d. h. über die BAG Hospiz werden die Ergebnisse des Projekts in alle zukünftigen ambulanten Sterbebegleitungen in Deutschland „hinein wirken“. Die im Projektverlauf entwickelten Qualitätsstandards und die Dokumentationsverfahren werden eine Option für Standards werden, mit denen alle deutschen Hospizdienste (die der BAG angeschlossen sind) ihre Qualität den Gesetzlichen Krankenkassen gegenüber zukünftig nachweisen werden und nachweisen können.


Unsere Aufgaben sind folglich:
a)Entwicklung von Qualitätsstandards für die psychosoziale Arbeit ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen in der ambulanten Sterbebegleitung der Hospizdienste
b)Entwicklung eines Instrumentes (alltagspraktischen Fragebogens) zur Dokumentation der ehrenamtlichen ambulanten psychosozialen Sterbebegleitung


Unser Vorgehen
a) Als erstes führten wir eine Literatursichtung durch. Ergebnis: Bei den von uns vorgefundenen Quellen handelt es sich hinsichtlich der beschriebenen Inhalte bzw. der konkreten genannten Qualitätsbereiche der psychosozialen ambulanten Sterbebegleitung (Wirkungsbereiche und Dimensionen) meist um unvollständige Annäherungen, Teilbeschreibungen, Sammlungen und nicht um theoretisch abgeleitete und empirisch ausreichend bestätigte Konstrukte.
b) Auf der Basis dieser von uns vorgefundenen Teilbeschreibungen stellten wir eine erste Strukturübersicht und daraus abgeleitete Hypothesen auf. Anhand dieser Hypothesen führten wir explorative Interviews durch mit hauptamtlichen KoordinatorInnen, Ehrenamtlichen und Angehörigen von Sterbenden in Baden-Württemberg sowie NRW.
c) Darauf aufbauend entwickelten wir eine differenzierte und thematisch strukturierte Übersicht von Qualitätsbereichen im o. g. Handlungsfeld.
d) Erste Reaktionen von im ambulanten Hospizbereich Tätigen zeigten bereits, dass die Vielfalt von der ehrenamtlich geleisteten ambulanten Hospizarbeit sehr viel größer ist als bisher angenommen.

Zuordnung zu Einrichtungen

Institut für Angewandte Forschung (IAF) (Leitung)

Autoren/Betreuer (intern)

  (Mitarbeit)   

Förderdaten

Geldgeber/-in Förderprogramm Fkennziffer Freitext Fördersumme Einheit Laufzeit von Laufzeit bis
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung 35.000,00 EUR 01.03.2003 30.06.2004

Tagungen/Workshops

Qualität in der psychosozialen Sterbebegleitung durch ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in der ambulanten Hospizarbeit.

Strukturbaum
Das Projekt wurde 1 mal gefunden: